Verlag  Bibliothek der Provinz Großwolfgers 29 A-3970 Weitra Tel. +43 (0) 2856 / 3794  verlag@bibliothekderprovinz.at
Warenkorb0€ 0

  • Literatur
  • Kunst
  • Musik
  • Kinder
  • Foto
  • Kochen
  • Regionalia
  • Wissenschaft
  • Autoren
  • Suche
  • Neuerscheinungen
  • Editionen
  • Podcast
  • Wühlkiste
  • Veranstaltungen
  • Schloss Raabs
  • Die Fabrik
  • Verzeichnisse
  • Kontakt
  • Verlag

Voraus – Hintaus – Mittendrin

Eine fotografische Reise durch das Waldviertel

Franz Krestan

ISBN: 978-3-99126-346-3
24,5×22,5 cm, 192 Seiten, zahlr. farb. Abb., fadengeheftetes Hardcover
39,00 €
Neuerscheinung

In den Warenkorb

Leseprobe (PDF)



Kurzbeschreibung

Franz Krestan fotografiert Lost Places (und tat dies schon, noch bevor dies ein großstädtischer Trend war), seine dokumentarischen Arbeiten – hier könnte sich Ulrich Seidl eine Scheibe Brot abschneiden – sind freilich „durchseelt“, denn er kennt auch „die Menschen dahinter“, ihre Schicksale, ihre Leidenschaften, ihre Trostlosigkeiten, ihre Hoffnungen.
Im Waldviertel leben die Menschen eben „im Voraus“ wie „im Hintaus“, und dass Franz stets mit ihnen „im Mittendrin“ lebte und lebt, zeigt auch eindrücklich gegenständlicher Bildband.

(Rudi Preyer)




[Textbeiträge von Toni Distelberger, Isolde Kerndl, Konrad Köstlin, Andreas Nastl und Rudi Preyer]


Rezensionen
Gregor Auenhammer: Irgendwie, irgendwann

„Hinter meiner, vorder meiner, links, rechts güts nix / Ober meiner, unter meiner siach i nix / Spür nix, hear nix und i riach nix / Denk i nix und red i nix und tu i nix / Waun da Wind wahd in de Gossn / Waun da Wind wahd am Land / Waun da Wind wahd, do steckt a / Sein Köpferl in Sand“, sang Arik Brauer Ende der 1960-Jahre. Sein „beinhartes Protestlied“ richtete sich nicht gegen eine bestimmte Gruppe, sondern „gegen jedermann, der sich betroffen fühlt – auch gegen sich selbst“. Das Protestlied von einst ist heute aktueller denn je, in einer Ära des Neo-Biedermeier stecken Biedermänner und -frauen aller Couleurs ihre Köpfe in den Sand. Tagtäglich. Das betrifft Städter und Älpler, Bürger und innen. Was sich hinter den Fassaden der Weltpolitik abspielt, interessiert oft nur wenige. Zu jenen, die genauer hinschauen – und das schon seit langem –, zählt Franz Krestan. Geboren 1946 in Wien, aufgewachsen in Drosendorf an der Thaya, wo er auch zwei Jahrzehnte als Bürgermeister wirkte, widmete sich Krestan zeitlebens dem Sammeln von Erinnerungen, dem Kompilieren und Niederschreiben exzentrischer Geschichten und dem fotografischen Festhalten von Verlorengehendem. Sein lyrischer Erzähl-, Gedicht- und Fotoband Voraus – Hintaus – Mittendrin ist Sozialstudie, Milieudokumentation und Poesiealbum in einem. Das Waldviertel ist hierzu das Biotop seiner Wahl. Mit seinen Einheimischen und Zuagrasten, jenen, die kommen und für immer gehen. Abgefuckte Häuser besitzen bisweilen Charme, Kolonien von Gartenzwergen hingegen sind nur grauslich. Im Gegensatz dazu neigen archaische Stuben mit Herrgottswinkeln fast zu sakraler Aura. Aus der Zeit gefallen…

(Gregor Auenhammer, Rezension im Standard-Feuilleton „Album“ vom 28. Februar 2026, S. A6)




Weitere Bücher des Autor*s im Verlag:


Das Wirtshaus


Sagen aus Jemnice und Drosendorf | Povesti z Jemnice a Drozdovic


Verlassene Heimat

Nach oben